Deutscher Dom in Berlin

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Gut zu wissen

Der Deutsche Dom ist neben dem Französischen Dom und dem Schauspielhaus eines der drei Gebäude, die den Gendarmenmarkt im historischen Herzen Berlins schmücken. Anders als die Bezeichnung “Dom“ vermuten lässt, finden sich im Inneren des Deutschen Doms weder Altar noch Kirchenbänke. Das imposante Gebäude beherbergt eine Dauerausstellung des Deutschen Bundestages, die Besucher dazu einlädt, auf den Spuren der parlamentarischen Demokratie Deutschlands zu wandeln.

Eine Kirche macht Karriere: Vom bescheidenen Gotteshaus zum Zwillingsdom

Im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts gestand Friedrich I sowohl der lutherischen als auch der französischen Kirche zu, jeweils ein bescheidenes Gotteshaus auf dem heutigen Gendarmenmarkt zu errichten. Die lutherische Barockkirche wurde nach den Plänen von Martin Grünberg erbaut. Rund 80 Jahre später ließ König Friedrich II an beiden Kirchen jeweils einen Turm mit repräsentativer Kuppel anbauen. Abgeleitet vom französischen Wort „dôme“ für Kuppel entstand die Bezeichnung „Deutscher Dom“.

Demokratische Geschichte Deutschlands auf 5 Stockwerken

Der Kuppelturm des Deutschen Doms wurde von Carl von Gontard entworfen, der auch einer Baumeister des Brandenburger Tores war. Als Vorbild für die Kuppelturmbauten dienten die Zwillingskirchen Santa Maria in Monte Santo und Santa Maria dei Miracoli in Rom.

Die Kuppel des Deutschen Doms hat einen Durchmesser von 13 Metern. An ihrer Spitze thront eine rund 7 Meter hohe Figur, die die „Siegende Tugend“ symbolisiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Deutsche Dom bei Fliegerangriffen fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau fand in den Jahren 1982 bis 1996 statt.

Seit 1984 befindet sich das ehemalige Gotteshaus im Staatsbesitz und wird seit der Wiedervereinigung Deutschlands für Ausstellungen genutzt. Die Dauerausstellung “Wege, Irrwege, Umwege – die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland” erstreckt sich über 5 Etagen. Der Besucher begibt sich auf eine Zeitreise, die mit der Märzrevolution im Jahre 1848 beginnt und in der Gegenwart endet.

Fun Fact

Wegen der hohen Kuppel des Doms bezeichneten die Berliner die Grabeskirche auch als Seelengasometer.

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Adresse
Gendarmenmarkt 2 10117 Berlin
030 22 73 04 31
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